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Reiki Meistergrad
Auch die Meisterenergie offenbart sich mit einer eigenen Energieschwingung. Durch die Meistereinweihung schließt sich der energetische Reiki-Kreis. Stand der erste Grad vor allem für den körperlich-emotionalen und der zweite Grad für den mental-emotionalen Bereich, so repräsentiert der dritte Grad den seelisch-emotionalen Bereich.
Wer die drei Grade des Reiki-Systems durchlaufen und die herantretenden Aufgaben bewältigt hat, hat einen ganzheitlichen Reinigungs- und Entwicklungsprozeß vollzogen, der alle menschlichen Ebenen - Körper, Seele und Geist mit einschließt. Durch den dritten Grad ist es möglich, auf der astralen Ebene bewußt zu arbeiten.
Traditionell wurden nur solche Menschen in den Meister eingeweiht, die diese Entwicklungsprozesse schon größtenteils vollzogen hatten und dafür als würdig befunden wurden.
Heutzutage ist dies nur noch selten der Fall. Oftmals erhalten Menschen die Meistereinweihung, ohne überhaupt den Aufgabenbereich des ersten Grades vollständig erfüllt zu haben.
Dies kann unterschiedliche Konsequenzen haben, wie beispielsweise das Überschneiden von Aufgabenbereichen der verschiedenen Grade oder eine psychische Überforderung. ob dies »gut« oder »schlecht« ist, sollte man nicht beurteilen.
Darum geht es auch nicht. Allein die Tatsache, daß es so ist, läßt auf eine Sinnhaftigkeit schließen - auch wenn wir diese nicht begreifen.
Hat man den ersten großen Schritt, die Auflösung des persönlichen Unbewußten, weitestgehend vollzogen, so gilt es, den Aufgabenbereich des Meisters anzugehen. Dieser wird durch die Energie der Meistereinweihung automatisch an den betreffenden Menschen herangetragen. Und dieser Aufgabenbereich ist kein leichter - im Gegenteil. Daran hat man wohl lange Zeit zu arbeiten. Daher gibt es auch wenige Menschen, die die Bezeichnung Reiki-Meister auch verdienen.
Die meisten Reiki-Meister haben diesen Aufgabenbereich noch gar nicht vollzogen. Nichtsdestotrotz gibt es diesen spezifischen Aufgabenbereich, und es ist wohl wichtig, darüber zu wissen, aber auch denselben anzunehmen. Erst wenn man diese Entwicklung vollzogen hat, darf man sich ruhigen Gewissens auch Reiki-Meister nennen. Denn erst dann ist man der Meister seines Lebens. Erst dann hat man sich und sein Leben gemeistert. Man ist vollständig geworden und ist nun in der Lage, wahren Kontakt zu höheren Ebenen herzustellen. Man ist den Weg zum wahren Reiki-Meister gegangen.
Durch diesen wahren Kontakt versteht man es, bewußt Licht zu befreien und dieses dem Höheren Selbst durch gereinigte, geläuterte Kanäle zu senden. Auch hat man sich dadurch der Selbsterkenntnis so weit als möglich angenähert. Wer die Qualitäten der Demut, des Loslassens und der Geduld in sich entwickelt hat, der verzichtet an dieser Stelle auf forcierte Entwicklung, auf Aktivität. Er läßt geschehen und beobachtet.
Dieses Beobachten und Geschehenlassen nun mag der letzte gewaltige Schritt sein. Der Schritt zur wahren Selbsterkenntnis. Wer diesen Schritt nicht gegangen ist, hat keine, ja überhaupt keine Vorstellung von der wahren Bedeutung der Selbsterkenntnis. Wer aber diesen Schritt gegangen ist, wird niemals versuchen, diese Erfahrung zu beschreiben. Er weiß um die Unbeschreiblichkeit des Höchsten.
Als Ergebnis der Selbsterkenntnis wird man die Einheit alles Seienden erkennen, wird man sich selbst in allem Leben widergespiegelt wissen. Das Außen wird zu keinem Kampf mehr verfahren. Keine Projektion wird mehr die Wahrnehmung verzerren. Keine Verletzung aus der Vergangenheit wird das eigene Verhalten bestimmen. Man ist Herr über sich und seine Psyche geworden und kann sich der letztendlichen Aufgabe im Leben, der Lichtbefreiung widmen.
Was ist nun dieser Aufgabenbereich des dritten Grades?
Es ist die dritte Stufe des Individuationsprozesses. Erst wenn die nach außen projizierte Kraft und Energie zurückgenommen wurde, ist man vollständig. Erst dann kann man sich von der Welt unterscheiden, die eigene Individualität verspüren.
Der dritte Reiki-Grad steht in Zusammenhang mit der Arbeit auf der astralen Ebene. Die astrale Ebene ist die der Beziehung zu anderen Menschen - also letztendlich zu sich selbst.
Sie ist auch die Ebene der Transformation. Hier ist der Schmelzpunkt von materiellem und immateriellem Bereich.
Das Licht entspringt der geistig-spirituellen Ebene. Um es bewußt nach unten, in die materielle Welt ziehen zu können, muß man seine Kanäle reinigen. Und diese befinden sich eben vor allem auf der astralen Ebene, der Ebene der Beziehungen. Also muß man die Beziehungen zu den Menschen klären. Dadurch kann erst ein freier Kanal entstehen. Die Beziehungserklärung bedeutet nichts anderes als Projektionsrücknahme und Akzeptanz des Seienden. Schon mit dem zweiten Grad beginnt man Bereiche der astralen Ebene zu bearbeiten, indem man den Schatten auflöst und das Innere Kind heilt. Mit dem dritten Grad hat man nun einen Schlüssel, um mit der astralen Ebenen bewußt in Kontakt zu treten.
Man integriert Kräfte in die eigene Persönlichkeit. Dadurch wird der Kanal zur spirituellen Ebene, der Lichtebene frei.
Kein anderes Symbol vermag einen ähnlich starken Schutz zu geben wie das Meistersymbol.
Tritt man mit der Lichtkraft in bewußten Kontakt, so ist dies äußerst kraftspendend und aktivierend. Doch wie bei allen anderen Graden auch strahlt die Lichtkraft in jene Lebensbereiche, die eben noch nicht geklärt bzw. gereinigt sind. Daher fördert sie die Entwicklung - und zwar hin zu dem Punkt, an dem der Mensch vom Licht jederzeit durchströmt werden kann.
Das Meistersymbol: Dai Komio
Beim dritten Grad erhält man das Meistersymbol, das »Dai Komio« (»Das Große Licht«).
Dies ist ein wunderbares Geschehen, da man durch den Schlüssel des Dai Komio mit jener Kraft in Kontakt tritt, der wir alle zustreben: Licht. Je geläuterter unsere Kanäle sind, desto mehr kann sich das Licht ausbreiten und in die Welt strahlen.
Durch das Dai Komio kann man immer wieder mit dem »Großen Licht« bewußt in Kontakt treten. Dieses Licht entspringt der geistigen Welt. Wendet man das Dai Komio an, so ist man von einer Art Lichtsäule eingehüllt, die einen mit der geistig-spirituellen Welt verbindet. Insofern ist es auch geeignet, den Kontakt zum Höheren Selbst herzustellen.
Weiht ein Lehrer einen Schüler in einen Reiki-Grad ein, so muß er in Kontakt mit eben dieser Lichtkraft treten. Dazu benutzt er den Schlüssel »Dai Komio«. Er stellt sich als Kanal für die Lichtkraft bereit und bringt den Einzuweihenden damit in Kontakt. Die Licht- oder Reiki-Kraft durchströmt nun den Einzuweihenden in dem Maße, wie er es benötigt.
Daraus ergibt sich auch eine der wichtigsten Funktionen des Meistersymbols: seine Schutzfunktion. Wendet man das Dai Komio an, so spürt man, daß sich seine Lichtkraft wie ein Schutzumhang um die eigene Aura legt.
Der wahre Meister agiert nach innen. Der Meistergrad ist ein Meditationsgrad. Der Meister ist die Vorstufe zum Lehrer - der wieder nach außen agiert. Viele Reiki-Lehrer nehmen ihre Meister-Schüler als Hospitanten auf, d. h., sie sind bei Einweihungen ihres Reiki-Lehrers dabei, um die Lehrerschaft zu erlernen.
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